{"id":51192,"date":"2016-11-28T06:14:07","date_gmt":"2016-11-28T06:14:07","guid":{"rendered":"http:\/\/146.66.97.162\/~britalli\/danteanzolini.com\/?p=51192"},"modified":"2016-11-28T06:14:07","modified_gmt":"2016-11-28T06:14:07","slug":"glanzvolle-saisoneroffnung-im-musiktheater-linz-mit-puccinis-tosca-www-regionnews-at-14-sept-2014-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/laneurona.ec\/clientes\/DanteAnzolini\/glanzvolle-saisoneroffnung-im-musiktheater-linz-mit-puccinis-tosca-www-regionnews-at-14-sept-2014-3\/","title":{"rendered":"Glanzvolle Saisoner\u00f6ffnung im Musiktheater Linz mit Puccinis \u201eTosca\u201c \u2013 www.regionnews.at, 14 Sept. 2014"},"content":{"rendered":"<p>Phantastische Solistenstimmen, vortreffliche Puccini-Orchesterkl\u00e4nge sowie eine optisch und inhaltlich beeindruckende Neuinszenierung von Intendant Rainer Mennicken<\/p>\n<p>LINZ. Hei\u00dfe eifers\u00fcchtige Liebe auf d\u00fcsterem politischem Hintergrund der napoleonischen Zeit, das ist das Thema der Oper \u201eTosca\u201c von Giacomo Puccini (1958-1924). Das literarische Vorbild war ein Sensationsdrama des Franzosen Victorien Sardou (1831-1908). Doch auch als Oper ist das St\u00fcck von aufpeitschenden Leidenschaften durchjagt.<\/p>\n<p>Es macht gro\u00dfe Freude, die herrlich b\u00fchnenwirksame und ergreifende Musik Puccinis vom Bruckner Orchester unter der meisterhaften Leitung von Dante Anzolini und den erstklassigen Gesangsprotagonisten (die wunderbare Charakterportraits darboten) so hervorragend pr\u00e4sentiert zu bekommen. Kl\u00e4nge von vortrefflicher Sch\u00f6nheit, Glanz und Feinheit zeugen von gro\u00dfartigen Musikern und Interpreten.<\/p>\n<p>Intendant Rainer Mennicken schuf im Teamwork mit Stefan Brandtmayr (B\u00fchne) und Cornelia Kraske (Kost\u00fcme) bereits die Inszenierung von \u201eLa Boheme\u201c (2011) und \u201eRigoletto\u201c (2012). In der Neuproduktion von \u201eTosca\u201c gelang es Mennicken auf eindrucksvolle Art, die Essenz der Geschichte ohne \u00fcberfl\u00fcssige Aktualisierungen sowie Verfremdungen einzufangen und optisch immer wieder zu \u00fcberraschen. Der Granateneinschlag inclusive Steinger\u00f6ll ersch\u00fcttert das Gotteshaus, lebende \u201eEngel\u201c schweben von der Decke ins hell-erleuchtete Kruzifix und der Heiligenschrein in der Kapelle verbirgt eine \u201eBarfu\u00dfbiszumKopf-Madonna\u201c.<\/p>\n<p>Exzellente Gesangsleistungen<\/p>\n<p>In Puccinis Dreiecksgeschichte und Polit-Thriller \u00fcbernahmen bei der Premiere am Freitagabend die drei Paraderollen: die deutsche Sopranistin Sonja Gornik (Floria Tosca, eine ber\u00fchmte S\u00e4ngerin), der argentinische Tenor Marcelo Puente (Mario Cavaradossi, Maler) und der finnische Bassbariton Tuomas Pursio (Baron Scarpia, Polizeichef von Rom).<\/p>\n<p>Tuomas Pursio, verk\u00f6rpert die Rolle des Polizeichef Scarpia gesanglich hervorragend und darstellerisch eindrucksstark. Triebhafte Begierde und Machtbesessenheit steuern sein Leben. In der Darbietung wird mit beinahe animalischen sowie brutalen Gef\u00fchlsausbr\u00fcchen nicht gegeizt. Das Zusammenspiel zwischen Tuomas Pursio (Scarpia) und Sonja Gornik (Tosca) ist durchdringend, spr\u00fcht vor bebender Elektrizit\u00e4t und endet dramatisch im Abschluss des 2. Aktes.<\/p>\n<p>Marcelo Puente singt und agiert fabelhaft. Er erinnert nicht nur \u00e4u\u00dferlich an Jonas Kaufmann, sondern auch stimmlich. Und war bereits als Cover f\u00fcr Kaufmann an der Metropolitan Opera New York und bei den Salzburger Festspielen im Einsatz. Nicht nur mit der Arie im 3. Akt \u201eE lucevan le stelle\u201c (Und es leuchten die Sterne) sorgt Puente f\u00fcr einen der vielen, brillanten Highlights des Abends, sondern begeistert mit beweglichem Tenor und h\u00f6hensicherer Stimme mit italienischem Schmelz. Bravour\u00f6se Leistung!<\/p>\n<p>Hochkar\u00e4tig besetzt auch die Titelrolle \u201cTosca\u201d. In einer der gr\u00f6\u00dften weiblichen Partien der Operngeschichte begeistert Sonja Gornik das Publikum mit klarem sowie sinnlichem Sopran, der alles auszudr\u00fccken vermag: Liebe, Eifersucht, Abscheu, Hass und letztendlich ihre Verzweiflung. Der kurze Auftritt von Franz Binder als Mesner erfreut mit k\u00f6stlicher Mimik und Ulf Bunde als stimmsch\u00f6ner Cesare Angelotti.<\/p>\n<p>Ins Geschehen f\u00fcgten sich erfreulich die Stimmen von Hans-G\u00fcnter M\u00fcller (Spoletta), Ville Lignell (Sciarrone), Johann Gruber (ein Schliesser) und Jungstar Jakob Reiter (ein Hirt) ein. Hervorragend profilierten sich der Chor des Landesheaters Linz (Chorleitung Georg Leopold) und Kinder- und Jugendchor des Landestheaters (Leitung Ursula Wincor). Das Publikum bedankte sich mit euphorischem Applaus und stehenden Ovationen.<\/p>\n<p>Tosca, eine Opernauff\u00fchrung, die dem hohen Niveau des Hauses entspricht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Phantastische Solistenstimmen, vortreffliche Puccini-Orchesterkl\u00e4nge sowie eine optisch und inhaltlich beeindruckende Neuinszenierung von Intendant Rainer Mennicken LINZ. Hei\u00dfe eifers\u00fcchtige Liebe auf d\u00fcsterem politischem Hintergrund der napoleonischen Zeit, das ist das Thema der Oper \u201eTosca\u201c von Giacomo Puccini (1958-1924). 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